Der Artikel (rechts) erschien am 28. Oktober 2009 im MARKT Trittau und darf mit freundlicher Genehmigung der Redaktion hier veröffentlicht werden.
MSC Trittau feierte 50-jähriges Bestehen
Aus Liebe zum Automobil- und Motorsport
Trittau/Basthorst (fpo) Einer der ältesten Vereine der Region, der Motor Sport Club Trittau e.V. im ADAC, feierte am vergangenen Wochenende sein 50jähriges Bestehen. Ein halbes Jahrhundert, das ganz dem Motorsport gewidmet war und den MSC sowie den Ort Trittau weit über die Grenzen Stormarns hinaus bekannt machte. Der Verein hat 150 Mitglieder im Alter von acht bis 80 Jahren.
Vor 25 Jahren rief der MSC die Stormarn Rallye und die Tour de Nostalgie ins
Leben. Zwei Veranstaltungen die bei Jung und Alt gleich beliebt sind. Auch die
Veranstaltungen Stormarn Classic, das Ahrensburger Oldtimer Treffen und die Ostsee
Rallye sind vom jährlichen Veranstaltungskalender nicht mehr wegzudenken. Der
Motorsport wird groß geschrieben. Einige sehr erfolgreiche Rallyefahrer stammen
aus dem MSC Trittau. Die sehr siegreiche Jugendkartsparte öffnet Kinder und
Jugendliche bereits früh den Weg in den Motorsport.
Das 50jährige Jubiläum wurde mit vielen geladenen Gästen stilvoll auf Gut
Basthorst gefeiert. Klaus Hartjen, erster Vorsitzender des MSC und Europameister
der Privatfahrer, begrüßte in seiner Eröffnungsrede viele Ehrengäste. Darunter
Rolf-Peter Rocke, den Vorsitzenden des ADAC Hansa und Mitglied des MSC Trittau.
Wie allen Insidern bekannt ist, wirbt Klaus Hartjen gerne neue Mitglieder und das
durchaus mit ganz saloppen Methoden. So gibt es im Archiv des MSC Trittau Beitritterklärungen
auf Servietten und Eintrittskarten. Hartwig Goldenbaum, Leiter Technik/Verkehr aus Luzern, konnte bei der Feier
nicht dabei sein und schickte eine Absage per Telefax. Klaus Hartjen zitierte
daraus: "Solltest du im Saal drei Bürgen für mich finden, so ist dieses Schreiben
gleichzeitig ein offizieller Aufnahmeantrag in den MSC Trittau." Die Bürgen waren
natürlich schnell gefunden. Hartjen begrüßte auch Thomas Mertens-Ammermann,
Bürgervorsteher der Gemeinde Trittau und wies explizit darauf hin: "Wir sind der
Gemeinde Trittau sehr dankbar für alles was sie für uns tut. Ich möchte ganz stark
betonen, dass wir noch nie am Tropf der Gemeinde hingen und wir noch nie einen
Cent von der Gemeinde bekommen haben. Darauf sind wir stolz."
Apropos Geld. "Motorsportler scheinen arme Leute zu sein, die müssen lange arbeiten."
so entschuldigte Hartjen die etwas später erscheinenden Vereinsmitglieder Joachim
(Jochi) Kleint, Rallye Europameister von 1979 und Jan Becker, augenblicklich
schnellster Mann beim MSC, der gerade vor eineinhalb Wochen die ADAC Niedersachsen
Rallye gewonnen hat. Ebenfalls dabei Walter Treser, Ingenieur und Namensgeber des Audi
Quattro. Er hat seinen Beitritt zum MSC in Italien auf einer Speisekarte erklärt.
Weiterhin unter den Gästen auch Gerd Achter, Ehrensportleiter des ADAC Hansa. Klaus
Hartjen begrüßte alle Gründungsmitglieder des MSC Trittau, die erschienen waren.
Besonderer Dank ging an die Anlieger an den Prüfungsetappen aus den Orten Sprenge,
Lütjensee, Mollhagen und Barsbüttel.
Liebevoll hatte Wolfgang Rohlf senior, Mitglied des MSC erster
Stunde, vom Autohaus Rohlf eine Fotowand mit vielen Fotos
und Andenken aus der Historie des Vereins zusammengestellt,
die beim Publikum großen Anklang fand. Foto:F.Pöhlsen
Dirk Zipfel, zweiter Vorsitzender des MSC Trittau
Erich Günther, langjähriger erster Vorsitzender
Stefan Heer, Sportleiter und der erste Vorsitzende
des MSC Klaus Hartjen (von links) begrüßten jeden
Gast persönlich. Foto:F.Pöhlsen
"Für uns sehr wichtige Leute, denn wir müssen
sie jedes Mal zu den Veranstaltungen im wahrsten Sinne des Wortes einsperren." Auch
bei den anwesenden Vertretern der GDT Trittau bedankte er sich recht herzlich für die
großzügigen Geschenke zur Tombola, an der jeder Gast automatisch mit seiner Losnummer
teilnahm. Die Ehrengäste gratulierten dem MSC Trittau ebenfalls in kurzen Reden.
Christa Zeuke, die Kreispräsidentin des Kreises Stormarn, ging kurz auf die
doch eher geringe Zahl weiblicher Mitglieder ein. Der Motorsport ist wohl immer
noch eher eine Domäne der Männer. Die Kreispräsidentin hatte jedoch erfahren, das
es auch Frauen im MSC gab, welche hervorragende Leistungen im Motorsport erbracht
haben. In diesem Zusammenhang ist wohl die Tochter des Vorsitzenden, Tanja Hartjen-Zingelmann
zu nennen. Sie gewann unter anderem in San Remo den Damenpokal beim Weltmeisterschaftslauf.
Christa Zeuke lobte den Einsatz des Vereins für die Gemeinde, im Besonderen die
Veranstaltungen für Kinder. Eine besondere Überraschung in Form eines Schecks in
Höhe von 2.500 Euro hielt Rolf-Peter Rocke, Vorsitzender ADAC Hansa, für den MSC
bereit. Die Spende ist für den weiteren Ausbau der Clubs gedacht. Thomas
Mertens-Ammermann, der Bürgervorsteher überbrachte die Glückwünsche von
Bürgermeister Walter Nussel und wies einfach und kurz auf die Vorzüge des Vereins
aus Sicht der Gemeinde hin: Herausragende Bedeutung, unverzichtbarer Standortvorteil
für die Gemeinde, wesentlicher Bestandteil des sozialen Geschehens, sportlich
erfolgreich und Publikumsmagnet. Der MSC Trittau hat im gesellschaftlichen und
sportlichen Bereich Ideen entwickelt und verwirklicht, die vorbildlich sind und
darauf kann der Verein stolz sein, so der Bürgervorsteher Thomas Mertens-Ammermann
weiter. Als Geburtstagsgast kam er nicht mit leeren Händen und überreichte im
Namen der Gemeinde einen Scheck und - zur Freude aller und unter großem Applaus -
seinen Aufnahmeantrag in den MSC. Tür und Tor stehen dem Verein offen bei der
Familie Rohlf und so hielt auch Wolfgang Rohlf senior die letzte Rede vor dem
üppigen Büffet. Wolfgang Rohlf, Mitglied erster Stunde, hielt dann auch eine
schier nicht enden wollende Rede, ging es doch um die Historie des Vereins. In 50
Jahren ist viel passiert. Mit dem Motorsportclub Aue Trittau und damals noch
Motorrädern fing alles einmal an. Der Seniorchef vom Autohaus Rohlf erinnerte an
die Rennen auf dem Aue Ring, der Motorcrosstrecke des Vereins, an die
Goldbarrenrallyes und vieles mehr. Das alles wird bald in einer umfangreichen
Chronik, in der auch die Fotos der Gästen der Jubiläumsfeier veröffentlicht
werden, nachzulesen sein. Im späteren Verlauf des Abends wurden die Sieger und
Platzierten der Youngtimer Challenge, ebenfalls vom MSC Trittau ausgeschrieben,
geehrt. Noch bis spät in die Nacht wurde auf Gut Basthort gefeiert und am Ende
erklärte selbst Hausherr Baron Enno Freiherr von Ruffin seinen Beitritt zum MSC
Trittau. Klaus Hartjen kriegt sie eben alle - so oder so.
